Arbeiten mit dem Triptychon 2

«Das Wesen, das ich mit dem Worte ‚Mensch‘ bezeichnen will,
hat Tiefen, die ich erst ergründen muss;
Das Wesen, das ich mit dem Worte ‚Mensch‘ bezeichnen will,
hat Höhen, die ich erst erklimmen muss;
Das Wesen, das ich bezeichnen will mit dem Worte ‚Mensch‘,
hat Weiten, die ich erst überschauen muss.»
Rudolf Steiner
(GA 345, S. 48)

Die Arbeit mit dem Triptychon wurde von Rinke Visser entwickelt und sie entfaltet sich seitdem in unterschiedlichen Variationen immer weiter. Wir begegnetem dem Triptychon vor einigen Jahren und haben über unsere persönlichen Erfahrungen mit dieser Arbeit bereits in der Weihnachtsausgabe dieser Zeitschrift berichtet. Wir charakterisierten dort die Arbeit mit dem Triptychon als einen Weg, der durch drei „Räume ohne Raum“ führt, man könnte auch sagen durch drei „nichtsinnliche Räume“. Wie bei allen Wegen gibt es auch für das Triptychon zahlreiche Möglichkeiten, wie man gehen kann. Es gibt
Menschen, denen ist beim Wandern vor allem die Landschaft wichtig, andere sehen mehr den Himmel, das
Licht und die Wolken, wieder andere nehmen vor allem den eigenen Körper wahr, den Rhythmus des Gehens,
die körperliche Erschöpfung …
Eine weitere Möglichkeit, den Weg des Triptychons zu gehen, möchten wir mit diesem Artikel skizzieren. Allen Wegen ist gemeinsam, dass sie durch die drei Räume ohne Raum führen:

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